Diamant? Brillant? Wo liegt denn nun der Unterschied?


Meist stolpert man im Zusammenhang mit Schmuck oder auf der Suche nach dem perfekten Verlobungsring über den Begriff des Brillanten


Ist das nun was besonderes? Wir sagen Ja! Denn der rohe Diamant erhält erst durch den über Jahrhunderte perfektionierten Brillantschliff, mit seinen 57 präzise geschliffenen Facetten, seinen wahren Wert und somit auch erst sein wahres Feuer. 


Um dabei nun auch die vielen verschiedenen Diamanten voneinander qualitativ unterscheiden zu können, gibt es den Bewertungsrahmen der 4Cs.



Die 4Cs - Cut, Carat, Colour, Clarity



1. Cut - Der Schliff


Beginnen wir mit dem Schliff des rohen Diamanten. Dabei sind wir nun schon über den Brillantschliff gestolpert, der heutzutage hauptsächlich für Diamanten verwendet wird - einer aktuellen Studie zufolge in über 70 Prozent aller Verlobungsringe. Seine Symmetrie ist ideal, um ihn auch in diverse Schmuckstücke einzusetzen. Diese Symmetrie wird anhand von Proportionen in der Breite und Höhe sowie seiner Polierung beurteilt. Erhält ein Brillant dabei gute Bewertungen, handelt es sich dabei um ein besonders feuriges Exemplar, da erst durch die optimale Anordnung der Facetten das Licht exzellent zerstreut und reflektiert wird und den Stein zum Leuchten bringt.


Neben dem Brillantschliff gibt es weitere, aber keinesfalls weniger beliebte, Schliffarten. Denn jeder Diamant steht für die individuelle Persönlichkeit seiner Trägerin und sollte daher, als zukünftiger und ständiger Begleiter, mit Bedacht ausgewählt werden.







2. Carat - Das Carat


Maßgeblich für die Bewertung von Diamanten und folglich Brillanten ist das Carat, in welchem das Gewicht bzw. im Allgemeinen die Größe des Steins gemessen wird. Ein Carat besteht aus 0,2 Gramm und insgesamt 100 Punkten. So entspricht das Gewicht eines Diamanten von 50 Punkten 0,50ct (Carat).


Der typische Einkaräter als Solitär im Schmuckbereich gewinnt an immer größerer Beliebtheit, doch auch die kleineren, weniger hoch bezifferten Geschwister finden sich immer öfter wieder, denn auch kleine Brillanten können, wenn man sie als "Teppich" im Pavé sieht, die Trägerin oder auch den Träger begeistern.









3. Clarity - Die Reinheit


Die schönsten und wertvollsten Diamanten strahlen und sind klar wie Glas, andere weisen durch ihr Wachstum natürlichen Ursprungs kleine Merkmale auf, die Einschlüsse genannt werden. Dabei sind diese Einschlüsse nicht als bloße Defekte des Steins zu betrachten, da sie lediglich auf den Rückständen der Kohle beruhen, aus der der Diamant entstanden ist. Trotzdem gilt: Je weniger und je kleiner diese Einschlüsse sind, umso besser kann das Licht den Stein durchdringen.


Die meisten unserer Brillanten besitzen eine Reinheit von VVSI bis mindestens SI. Wir berücksichtigen aber auch gerne auf Anfrage weitere Qualitätswünsche!


Um die wesentlichen Unterschiede in der Reinheit der Diamanten beurteilen zu können, liegt folgende Einteilung vor:





FL / IF

flawless / internally flawless

Lupenrein

Keine Einschlüsse zu erkennen 

(unter 10-facher Vergrößerung)

VVSI 1/2

very very small inclusions

sehr sehr kleine Einschlüsse

Einschlüsse sehr schwer zu erkennnen

(unter 10-facher Vergrößerung)

VS 1/2

very small inclusions

sehr kleine Einschlüsse

Einschlüsse schwer zu erkennen

(unter 10-facher Vergrößerung)

SI 1/2

small inclusions

kleine Einschlüsse

Einschlüsse leicht zu erkennen

(unter 10-facher Vergrößerung)

I (P) 1

inclusions (piqué) 1

deutliche Einschlüsse

Schwer zu erkennen

(mit bloßem Auge)

I (P) 2/3

inclusions (piqué) 2 / 3

sehr grobe Einschlüsse

Leicht zu erkennen

(mit bloßem Auge)




4. Colour - Die Farbe


Diamanten gibt es - trotz seiner allgemein bekannten weißen Farbe - in (fast) allen erdenklichen Farbtönen. Im Bewertungsrahmen der 4Cs für Diamanten wird dabei jedoch nur die Differenz zwischen der völligen Farblosigkeit und dem stark gelblich getönten Stein dargestellt.


Das besonders, oft auch bläulich schimmernde, hochfeine Weiß der wertvollsten Steine ist am begehrtesten und somit auch am wertvollsten, während sich Diamanten in den Kategorien F - J am häufigsten in Verlobungsringen wiederfinden. Aber auch die gelblich getönten Steine werden, trotz ihrer "schlechten" Bewertung, besonders gerne in Fassungen aus Gelbgold gesetzt, da so eine farbliche Harmonie zwischen Stein und Legierung ensteht.


D - E  - F

Hochfeines Weiß - Feines Weiß

G - H - I - J

Feines Weiß - Weiß

K - L - M

Leicht getöntes Weiß - Getönt

N - R

Getönt

S - Z

Gelb getönt








Die Fancy Diamonds.


Während in den klassischen Kriterien der 4Cs in Bezug auf die Farbe des Diamanten lediglich die Differenz zwischen Weiß und Gelb erfasst wird, geben die sogenannten Fancy Diamonds eine Bandbreite an besonderen Farben wieder. Ja, richtig gehört, Diamanten und Brillanten existieren auch in anderen Farben. 


Ihre besonderen chemischen Verbindungen lassen sie von weichen Rosatönen bin hin zu leuchtendem Grün oder sogar in tiefem Schwarz schimmern. Dadurch ergeben sich oft und mit steigendem Carat wertvolle Raritäten.


 
 
 
Karte
Anrufen